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Q&A

Was kann ich selbst noch tun, um mich optimal auf die Operation vorzubereiten?

Eine gute Fitness kann dazu beitragen, schneller wieder auf den Beinen zu sein. Welcher Sport und welche Belastung für Sie geeignet ist, klären Sie am besten in einem Gespräch mit Ihrem Arzt. Je besser Sie in Form sind, umso schneller kann Ihr Körper die Belastungen einer OP auch wegstecken. Abnehmen bei Übergewicht wäre jetzt ebenfalls hilfreich, da ein geringeres Körpergewicht die Belastung für das neue Gelenk senkt. Auch mit dem Rauchen aufzuhören kann für Ihre schnellere Genesung hilfreich sein, ziehen Sie deshalb ernsthaft in Erwägung mit dem Rauchen aufzuhören. Wissen entspannt und beruhigt. Fragen Sie deshalb gerne den Arzt oder die Mitarbeiter alles über Ihren Aufenthalt im Krankenhaus. Zu den Bereichen Narkose, Medikamente und Ernährung steht man Ihnen gerne Rede und Antwort.

 

Wie lang hält ein Hüftimplantat?

Ein künstliches Gelenk ist trotz seiner hohen Leistungsfähigkeit niemals gleichwertig mit einem gesunden natürlichen Gelenk. In der wissenschaftlichen Literatur wird das durchschnittliche Risiko für einer Wechseloperation von maximal 1 % pro Implantationsjahr angegeben. Somit halten viele Prothesen sogar ein Leben lang. Ursachen für eine frühzeitige Lockerung des künstlichen Gelenks sind z. B.:

  • Knochenqualität
  • Begleiterkrankungen
  • begleitende Faktoren wie z. B. Übergewicht
  • zu starke oder falsche Belastung
  • Infektionen
  • Knochenbrüche
  • Schmerzen
Welche Diagnoseverfahren gibt es?

Röntgenbild (im Stand)

Das Bestrahlen der Körperteile mit Röntgenstrahlen wird in Bildern dargestellt, die als Röntgenbilder oder Röntgenaufnahmen bezeichnet werden. Magnetresonanztomographie (MRT) Das MRT ist ein bildgebendes Verfahren ohne Strahlenbelastung, das zur Darstellung von Strukturen und Funktionen der Gewebe und Organe eingesetzt wird.

Computertomographie (CT)

Die Computertomographie ist ein Verfahren zur schichtweisen Darstellung von Knochenstrukturen auf Basis von Röntgenstrahlung. Die Untersuchung ist schnell durchführbar und sehr präzise.

 

Kann man auf eine Prothese allergisch reagieren?

Teilen Sie Ihrem Arzt im Vorfeld mit, ob Allergien bei Ihnen bekannt sind. Es ist bisher noch nicht endgültig geklärt, ob Metallallergien auf der Haut auch für Implantate eine Rolle spielen. Inzwischen gibt es gute Lösungen für Allergiker, wie z. B. Hüftimplantate aus Titanlegierungen und Gleitpartner aus Keramik. Bitte denken Sie im Gespräch aber auch daran, Ihren Allergiepass mitzubringen und vorhandene Reaktionen auf Medikamente oder z.B. Latex zu erwähnen.

 

Welche Narkoseformen sind geeignet?

In der Regel erfolgt die Einweisung in das Krankenhaus am Tag vor der geplanten Operation. Meist werden dann Ihre persönlichen Daten abgefragt und Ihnen die Station und das Zimmer zugewiesen. Im weiteren Verlauf wird ein Anästhesist mit Ihnen die geplante Narkose besprechen. Heute werden künstliche Hüftgelenke sowohl unter Vollnarkose als auch mit Hilfe einer Spinalanästhesie eingesetzt.

Spinalanästhesie (Teilnarkose)

Hierbei wird durch Injektion eines Betäubungsmittels in Höhe der Lendenwirbelsäule eine Betäubung der unteren Körperhälfte erreicht.

Allgemeinanästhesie (Vollnarkose)

Bei einer Vollnarkose wird der Patient in einen künstlichen Schlaf versetzt. Sowohl das Bewusstsein des Patienten als auch sein Schmerzempfinden werden dabei ausgeschaltet.

 

Was kann ich direkt vor der OP tun?

Nicht nur der Arzt, sondern auch Sie können viel zum Gelingen vor und nach der Operation beitragen. Manchmal sind es eben die kleinen Dinge, die Ihnen den Alltag erleichtern können. Gut vorbereitet kann Ihre Genesung nach der Operation schneller voranschreiten. Sie sollten schon jetzt an einige Dinge denken und Vorkehrungen treffen.

Stocken Sie Ihre Lebensmittelvorräte auf, das erspart unnötige Einkäufe. Kochen Sie größere Mengen und frieren Sie einzelne Mahlzeiten ein. Räumen Sie alle Dinge, die häufig verwendet werden, auf eine bequem erreichbare Höhe zwischen Hüfte und Schulter, denn in den ersten Wochen werden Sie in Ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sein.

Es gibt einige Hilfsmittel, die Ihnen nach der OP im Alltag helfen können. Zum Beispiel ein langer Schuhlöffel, für ein leichteres Ankleiden des Schuhwerks oder ein Handgriff an der Dusche, für einen sicheren Ein- und Ausstieg. In Ihrer Klinik hat man viel Erfahrung mit Dingen, die das Leben nach der Operation erleichtern können. Sprechen Sie das Thema ruhig an und man wird Ihnen sicher wertvolle Tipps mit nach Hause geben können.

 

Gibt es eine Checkliste für den Besuch im Krankenhaus?
  •  E-Card
  •  Einweisungsschein vom einweisenden Arzt
  •  persönliche Medikamente
  •  Angaben zu bekannten Allergien
  •  Kontaktadressen mit Ihren Telefonnummern
  •  Schlafanzüge/Nachthemden (aufknöpfbar)
  •  Gehhilfen/Gehstock
  •  Pflegeartikeln (Zahnbürste, Zahnpasta, Seife etc.)
  •  Jogginganzug und/oder Bademantel
  •  Röntgenaufnahmen, Untersuchungsberichte (soweit vorhanden)
  •  Sportschuhe (wenn möglich mit Klettverschluss)
  •  langer Schuhlöffel
  •  Umhängetasche/Rucksack
  •  etwas Bargeld

 

 

Was bedeutet „minimal-invasiv“?

Heute sind bei einer Hüftgelenkimplantation verschiedene minimal-invasive Verfahren anwendbar. Hierbei gilt es so wenig Weichteilgewebe wie möglich zu beanspruchen und zu verletzen. Die Vorteile einer minimal-invasiven Operation sind:

  • Schnellere Rehabilitation
  • Geringere Schmerzen
  • Kaum Blutverlust während der OP
  • Keine Muskelverletzung oder -abtrennung

 

 

Welche Risiken können auftreten?

Allein in Deutschland werden jährlich etwa 210.000 Hüftprothesen implantiert. Damit zählt diese Operation zu einer der bekanntesten Behandlungsmethoden.
Wie bei allen Operationen birgt aber auch eine Hüftgelenkimplantation Risiken.

Hierunter fallen z. B.:

  • Gefäß-/ Nervenschädigungen
  • Infektionen
  • Beinlängendifferenz mit ggf. erforderlichem Ausgleich der Gegenseite
  • Knochenbrüche
  • Thrombose
  • Verkalkungen in der Muskulatur
  • Lockerung der Implantatkomponenten
  • Verschleiß und Materialüberlastung
  • Eingeschränkter Bewegungsumfang
  • Schmerzen
  • Unverträglichkeiten

 

 

Wann finden Nachkontrolltermine nach der OP statt?

Diese sollte in Abstimmung mit Ihrem Arzt im ersten Jahr zweimal im Abstand von 6 Monaten, danach alle zwei Jahre einmal erfolgen. Dazu nehmen Sie bittet Ihr letztes Röntgenbild und den Implantat-Pass mit. Jede Nachkontrolle soll im Patienten-Pass eingetragen werden. Dadurch haben Sie immer den Überblick. Die regelmäßigen Kontrollen lassen mögliche Komplikationen sehr früh erkennen. Bei plötzlich auftretenden starken Schmerzen muss sofort der behandelnde Arzt aufgesucht werden.

Sie haben mit Ihrer Hüftendoprothese ein hochwertiges Kunstgelenk, mit dem Sie wieder Ihre gewünschte Lebensqualität erreichen können. Bei richtiger Verhaltensweise und regelmäßigen Kontrollen können Sie davon ausgehen, dass das Gelenk eine lange Lebensdauer hat.

 

 

Kann oder sollte ich nach der OP Sport machen?

Grundsätzlich kein Sport in den ersten 6 Monaten! Danach können leichte Sportarten, in Absprache mit Ihrem Arzt, wieder ausgeübt werden. Extreme Sportarten mit Überbeanspruchung des Kunstgelenkes und/oder erhöhter Sturzgefahr sollen im eigenen Interesse vermieden werden. Extreme Überbelastungen führen zu einem erhöhten Abrieb an der Prothese und verringern die an sich bereits hohe Lebenserwartung eines Kunstgelenkes erheblich. Letztlich kann daraus eine vorzeitige Lockerung entstehen.

Empfohlene Sportarten

  • Schwimmen
  • Fahrrad fahren
  • Nordic Walking
  • Rudern
  • Wandern
  • Gymnastik